Individuelle problemspezifische Hilfeangebote

Im Rahmen von mehrdimensionalen Hilfekonzepten bieten wir auch individuelle problemspezifische Hilfemöglichkeiten an. Diese Angebote sind äußerst fallspezifisch und richten sich nach den Bedürfnissen und Stärken des Kindes/Jugendlichen und seiner Familie. Der Schwerpunkt diese Angebots liegt auf unkonventionellen Problemlösestrategien und auf einer hohen Individualität und Flexibilität mit variierender Betreuungsintensität. Kooperativ eingestellte oder für die Kooperation motivierbare und belastbare Eltern oder andere im engeren sozialen Umfeld einsetzbare Personen können dabei für ein Hilfeangebot aktiviert werden.

Beispielsituationen, in denen komplexe Problemkonstellationen individuelle problemspezifische Hilfeangebote erforderlich machen können, sind u. a.:

  • Intensive individuell zugeschnittene Einzelbetreuungen
  • (ambulant, teilstationär oder stationär)
  • Zeitlich begrenzte Kriseninterventionen mit dem Ziel der Stabilisierung und Neumotivierung für eine andere Hilfemaßnahme
  • Problemspezifische Nachbetreuungen im Anschluss an ein Clearing bis zur Inanspruchnahme eines anderen Hilfeangebots
  • Ambulante problemspezifische Nachbetreuungen im Anschluss an eine Jugendhilfe-Maßnahme
  • Stationäre zeitlich befristete Nachbetreuungen im Anschluss an einen Psychiatrie-Aufenthalt


Mehrdimensionale Hilfekonzepte

  • berücksichtigen eine mehrperspektivische Sichtweise der Problemlage, aus der neue Perspektiven gemeinsam mit den Beteiligten erarbeitet werden können
  • beruhen auf vielfältigen flexibel und individuell einsetzbaren und modifizierbaren Handlungsbausteinen, die auf fachlich begründeten Handlungsleitlinien beruhen
  • nutzen fachübergreifend und lebensweltorientiert verschiedene Zugangswege auf mehreren Ebenen (u.a. auch in der Familie und im sozialen Umfeld)
  • setzen zielorientiert sowohl bei Problemverhaltensweisen als auch bei den Schutzfaktoren bzw. Stärken an
  • schaffen gezielte Lernsituationen und vielfältige Erlebnisaktivierung
  • beinhalten gezielte Kriseninterventionskonzepte
  • stellen den Erhalt der Kooperation und eine gelingende Kommunikation aller Beteiligten in den Vordergrund
  • lassen die Möglichkeit der persönlichen und gegenseitigen Entlastung nicht außer Acht
  • sind durch kontinuierliche Evaluation und Risiko-Nutzen-Überlegungen abgesichert und legen Wert darauf, dass die pädagogisch-therapeutischen „Nebenwirkungen” möglichst klein gehalten werden
  • halten gleichzeitig das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen möglichst optimal, bringen persönliche und allgemeine Ressourcen wohlüberlegt zum Einsatz und können durch eine optimierte Koordination der Hilfemaßnahmen zu einer Kostensenkung führen