Erziehungshilfe in Tagesgruppen

Zu einer teilstationären Aufnahme kommt es vom Kind her gesehen, wenn

  • anhaltende oder bereits verfestigte erzieherische oder schulische Schwierigkeiten bestehen
  • Problembelastungen im kognitiven, emotionalen u. sozialen Bereich, im Lern- und Arbeitsverhalten oder in Form einer körperlichen Symptomatik zu einer Gefahr für die persönliche Entwicklung werden
  • Störungen im Familiensystem die Überwindung der Probleme erschweren
  • ambulante sozialpädagogische, psychologische oder therapeutische Maßnahmen keine nachhaltige Veränderung bewirken oder unter den gegebenen Umständen keine ausreichende Wirksamkeit versprechen.

von der Familie her betrachtet, wenn

  • die Bewältigung der Erziehungsaufgabe die Kräfte der Familie aus unterschiedlichen Gründen (bei Krisen, anhaltenden Konflikten, außergewöhnlichen Belastungen) übersteigt
  • angemessenes oder flexibles pädagogisches Handeln nur noch begrenzt eingesetzt oder entwickelt werden kann
  • beim Kind aus unterschiedlichen Gründen schon lange ein besonderer Erziehungsbedarf gegeben ist und jetzt auch professionelle Unterstützung erfordert.

Betreuungsstruktur

  • 3 Gruppen für Jungen und Mädchen von 6 bis 15 Jahren in jeweils eigenen Gruppen-Wohnbereichen mit entsprechenden Nebenräumen

Zielrichtungen der Hilfe:

Der Aufenthalt in der Einrichtung

  • zeitlich befristete und fachlich-professionelle Ergänzung der familiären Erziehungsmöglichkeiten
  • Verbesserung der Erziehungsbedingungen durch Kooperation mit der Familie
  • Streben nach Vernetzung mit anderen Institutionen und Diensten in der Lebenswelt
  • Aufarbeitung der persönlichen und familiären Probleme
  • Verbesserung der persönlichen Stabilität und der sozialen Kompetenz
  • Entwicklung von Eigenaktivität und Eigenverantwortung, von neuen Sachinteressen und Sinnerfahrungen.