Einige Ziele und Schritte bei der Arbeit mit Eltern

  1. 1.
    Entlastung der häuslichen Erziehungssituation, damit neue Kräfte gesammelt, eine neue Problemsicht gefunden und neue Chancen genutzt werden können
  2. 2.
    Vertrauensbildung auf mehreren Ebenen durch wertschätzende und authentische Haltung, ernst nehmen und ehrliche fachliche Bewertung der erzieherischen Probleme
  3. 3.
    Finden der individuellen Zugangsebene und z.B. der sprachlichen Verständigungsebene, Rücksichtnahme auf seelische Verletzungen, Empfindlichkeiten und Ängste
  4. 4.
    Unterstützung bei der Überwindung von Versagens- und Schuldgefühlen, von Ratlosigkeit, Resignation und Angst
  5. 5.
    Hinführung zu neuen differenzierteren Wahrnehmungen, neuen Sichtweisen und neuen Einsichten in Bezug auf das Kind und sich selbst, die eigene Rolle und die Rollenverteilung in der Familie
    Besonderheiten der familiären Problemlage
  6. 6.
    Kennenlernen/Überprüfung der Entwicklungsaufgaben des Kindes, die noch nicht erledigt wurden bzw. noch zu erledigen sind. Hindernisse, die dem entgegenstehen (z.B. Abwehrmechanismen)Erkennen der Chancen, die ergriffen und Ressourcen, die zu Bewältigungsfähigkeiten ausgebaut werden können
  7. 7.
    Konzept der Risiko- und Schutzfaktoren kennen lernen und die wichtigsten Schutzfaktoren individuell für Kind und Eltern einschätzen
  8. 8.
    Ermutigung mittels neu gewonnener Wahrnehmungs- und Sichtweisen, nach Bewusstwerden eigener Stärken und gewonnener innerer Sicherheit z.B. eine eigenständigere Rolle zu übernehmen, Beziehungen zu klären und sich aus Abhängigkeiten zu lösen
  9. 9.
    Motivierung zum Erwerb neuer pädagogischer Fähigkeiten und Einübung von besonders wichtigen pädagogischen Handlungsstrategien (Pädagogische Kompetenzerweiterung)
  10. 10.
    Einbeziehung von anderen Angehörigen (Geschwistern, Großeltern, anderer Verwandten oder Bekannten oder einer externen Vertrauensperson zur zwischenzeitlichen Lastenverteilung
  11. 11.
    Anstöße zur Ressourcennutzung im Umfeld: Anschlussmöglichkeiten an Interessengruppe oder Verein, Übergabegespräche mit Schule am Heimatort bzw. deren Lehrkräften mit Informationen zu den besonderen Fähigkeiten und weiteren nutzbaren Begabungen wie auch den verbliebenen Schwächen. Bewährte Unterstützungsmethoden
  12. 12.
    Abwägung von Unterstützungsmöglichkeiten in kritischen Situationen vor Ort