Zusammenarbeit zwischen den Bezugspersonen in der Einrichtung und den Eltern bzw. der Familie

Wenn Heim und Eltern sich mit der Aufnahme zu einer gemeinsamen erzieherischen Verantwortung für das Kind entschließen, sind ständiger Kontakt miteinander und die Bereitschaft von beiden Seiten zu einer regelmäßigen Zusammenarbeit unerlässlich.

Für die Familie sind die Beurlaubungen des Kindes an jedem zweiten Wochenende und während des einen Teils der Schulferien sichtbarer Ausdruck der auch während des Aufenthalts bestehenbleibenden Verbindung.

In der Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. der Familie bilden regelmäßige Gespräche einen Schwerpunkt. Dabei stehen anfangs noch die Klärung offener Fragen und auftretender Probleme und die Entlastung von Schuld- und Versagensgefühlen der Eltern im Vordergrund. Die Gespräche wollen jedoch mehr und mehr auch zur erzieherischen Neuorientierung und zur Erweiterung der erzieherischen Kompetenzen ermutigen und anleiten.

Ein Elternseminar zu speziellen pädagogischen Themen, Elternrundbriefe, Eltern- und Familientage in der Einrichtung und Hausbesuche sollen dazu beitragen, Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen, sich mit neuen pädagogischen Betrachtungs- und Verhaltensweisen vertraut zu machen und eine gemeinsame pädagogische Linie zu entwickeln.

Kleine Gruppen von Müttern oder z.B. von getrennt lebenden Vätern, verhelfen zu gemeinsamen Erfahrungen und Erkenntnissen von Personen, die gleiche Grundprobleme zu bewältigen haben. Sie geben Anstoß und Gelegenheit zur intensiven Beschäftigung auch mit den persönlichen Problemen.

Angestrebt wird grundsätzlich die Rückkehr des Kindes in seine Familie; wo dies nicht möglich ist, die Aufnahme in eine Ersatzfamilie oder z.B. in eine Wohngruppe bzw. - bei entsprechendem Alter - die Hinführung zu Eigenverantwortlichkeit und selbständiger Lebensführung.