Psychotherapie

Die psychotherapeutischen Angebote des Psychologischen (Fach-) Dienstes fußen auf anerkannten Psychotherapieverfahren (insbesondere verhaltenstherapeutischer, tiefenpsychologischer und analytischer Grundausrichtungen) und den jeweiligen Ausbildungen unserer psychotherapeutischen Fachkräfte. Der Psychologische Dienst hilft gezielt u.a. bei der Bearbeitung belastender Erlebnisse und unterstützt die Kinder und Jugendlichen bei der Persönlichkeitsentwicklung und der seelischen Nachreifung. Das psychotherapeutische Vorgehen und der pädagogische Alltag sind in Haus Fichtenhalde eng miteinander verknüpft.

Die jungen Menschen kommen häufig mit Mehrfachdiagnosen oder einer drohenden seelischen Behinderung zu uns und benötigen auf einem oft chronifizierten Hintergrund ein intensiveres sowie gezielt auf ihre Problemkonstellation ausgerichtetes pädagogisch-psychotherapeutisches Hilfeangebot. Deshalb steht zu Beginn meist die psychische Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen an erste Stelle der zu erreichenden Ziele. Anschließend können dann gemeinsam weitere individuelle Behandlungsziele vereinbart und immer wieder angepasst werden. Schwerpunkte der kinder- und jugendpsychotherapeutischen Herangehensweise im Kontext einer therapeutisch orientierten Heimerziehung liegen in der Besserung des psychischen Zustandsbildes, der Förderung der Entwicklungschancen und Persönlichkeitsreifung sowie der Steigerung von Realitätsbewältigungsfähigkeiten beim Kind bzw. Jugendlichen.

Der Psychologische Dienst unterscheidet bei der Wahl der anzulegenden psychotherapeutischen Behandlungsmethoden zwischen einem psychotherapeutischen Vorgehen im eigentlichen Sinn in Form wöchentlicher Einzel- und/oder Gruppentherapiestunden, der psychotherapeutischen Fall- und Prozessbegleitung, Beratungen von Eltern und Bezugspersonen, Fallsupervision und persönlichem Coaching.

Neben der Vernetzung mit den pädagogischen Fachbereichen und der Prägung des Gesamtansatzes der Einrichtung als multimodaler und interdisziplinärer Arbeitsansatz sind es insbesondere die schnelle Verfügbarkeit und die Präsenz des Psychologischen Dienstes, die für unsere (teil-) stationären psychotherapeutischen Hilfestellungen von zentraler Bedeutung sind. Aus der Nähe zum konkreten Alltagsgeschehen der Einrichtung und dem oft akuten Bedarf nach Kriseninterventionen kann der Psychologische Dienst durch seine Präsenz und bedarfsgerechte Interventionskonzepte deeskalierend, stabilisierend und prozesssichernd einwirken.

Die Integration von Erkenntnissen und Praxisanwendungen aus psychotherapieverwandten Bereichen bereichert das Spektrum der psychologisch-psychotherapeutischen Methoden.