HAUS FICHTENHALDE SAGT DANKE

Schon durch die mediale Berichterstattung dieser Tage wird der Blick automatisch auf die unzähligen Helden und Heldinnen des Alltags gerichtet, auf Menschen, die sich in besonderer Weise engagieren, Menschen die ihrem Job nachgehen „dürfen“ oder „müssen“, Menschen, die sich selbst damit in Gefährdungssituationen begeben, Menschen, die helfen, die für uns andere da sind, Menschen, die auch in Überforderungssituationen standhalten, Menschen, die durchhalten.

All diese Menschen sind für uns Helden und Heldinnen, in dieser Zeit, die uns alle verunsichert und die von uns allen Verhaltensweisen und Einschränkungen abverlangt, die bisher unvorstellbar waren.

Endlich und zu Recht erfahren Menschen in den sogenannten system-relevanten Berufen die Aufmerksamkeit, die ihnen (viel zu) lange verwehrt blieb.

Zu diesen systemrelevanten Berufen gehören auch die im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, der leider in der Öffentlichkeit sowie in der medialen Berichterstattung oft zu kurz kommt. Auch die Kolleginnen und Kollegen bei uns im Haus Fichtenhalde, gehören zu denen, die in dieser Zeit arbeiten „müssen“.

Alle Mitarbeitende im Haus Fichtenhalde sind unsere Heldinnen und Helden des Alltags!

Es sind Kollegen und Kolleginnen,

- die ihrer Tätigkeit nicht im Home-Office nachgehen können, weil sie die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen Tag und Nacht betreuen und dabei den Mindestabstand nicht einhalten (wollen und können),

- die mit noch mehr Kreativität, Einsatz, Durchhaltevermögen und einer gehörigen Portion „dicken Fells“ beschäftigen, ablenken, ermutigen, Grenzen setzen, Konflikte klären, Streit schlichten, Augen zudrücken, überraschen, zuhören, trösten, helfen, versorgen, kochen, backen, reparieren, einkaufen, Lieblingsessen kochen, ständig alles und überall desinfizieren,

- die all die notwendigen administrativen Aufgaben irgendwie dazwischenschieben und Beratungen, Konferenzen, Elterngespräche und Familienkontakte per Videokonferenz und Telefonie führen,

- die die Not der Kinder aushalten, wenn sie ihre Familien nicht besuchen dürfen, und Eltern und Großeltern trösten, die nicht zu Besuch kommen dürfen,

- die den Kindern und Jugendlichen zum 100. Mal die Gefahren der Pandemie erklären und den Diskussionen der Jugendlichen standhalten, die „endlich wieder ihre Freiheit haben wollen“.

Dies alles und noch viel mehr erleben wir Tag für Tag mit unseren Kollegen und Kolleginnen im Haus Fichtenhalde und sagen voller Stolz DANKE …..zu unseren (stillen) Helden und Heldinnen des Alltags, die, ohne Aufmerksamkeit von außen mit Selbstverständnis, Empathie, Kreativität und Engagement ihrem Job nachgehen….und damit - wie überall in der Jugendhilfe - einen so wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten.

Martin Adam

Haus Fichtenhalde Videoecke

Portrait-Video Link

Kinder-Video Link